Ausschreibung des Wettbewerbs Hermann-Schmidt-Preis 2014 (Inklusion in der dualen Berufsausbildung)


THEMA DES HERMANN-SCHMIDT-PREISES 2014:
„INNOVATIVE BETRIEBLICHE MODELLE DER INKLUSION IN DER DUALEN BERUFSAUSBILDUNG“
BEWERBUNGSFRIST: 27. JUNI 2014

Für die individuellen Lebenswege und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten behinderter
Menschen ist die Teilhabe an Bildung und Beschäftigung von zentraler Bedeutung. Mit Ansätzen
einer inklusiven Berufsbildung werden die Ausbildungschancen junger Menschen mit
Behinderung verbessert. Grundlage des stärkeren gesellschaftlichen und sozialen Engagements
für die Berufsausbildung behinderter Menschen ist die UN-Konvention aus dem Jahr
2008 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die in Deutschland durch Aktionspläne
von Bund und Ländern umgesetzt wird. Die Pläne sollen den Weg in eine inklusive
Gesellschaft ebnen.


Ziel einer inklusiven dualen Berufsausbildung muss es sein, die Ausbildung behinderter Menschen
künftig stärker betrieblich auszurichten oder auch betrieblich mit Unterstützung durch
externe Partner umzusetzen. Aber wie müssen Lern- und Arbeitsumgebungen gestaltet sein,
damit Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam lernen und arbeiten können?
Welche Konsequenzen hat dies für die Organisation betrieblicher Prozesse? Welche Anforderungen
an die Qualifi zierung des Ausbildungspersonals sind erkennbar, und wie können Lernortkooperationen
im Sinne einer inklusiven Berufsausbildung erfolgreich gestaltet werden?
Die Entwicklung einer inklusiven Berufsausbildung lebt von den Erfahrungen mit praktizierten
Konzepten und Modellen. Mit dem zum 18. Mal ausgeschriebenen Hermann-Schmidt-Preis
des Vereins „Innovative Berufsbildung e. V.“ sollen deshalb in diesem Jahr gezielt Projekte
und Initiativen prämiert werden, die innovative und beispielhafte betriebliche Modelle der
Inklusion in der dualen Berufsausbildung entwickelt haben.


Folgende Themenbereiche sind dabei von besonderem Interesse:


Projekte, Initiativen und Modelle der beruflichen Bildung, bei denen
• behinderte Menschen in einer Weise in betriebliche Prozesse integriert sind, die ihnen das Erlernen und die
Erfahrung von Arbeits- und Geschäftsprozessen ermöglichen,
• innovative Wege der Qualifizierung des Bildungspersonals gefunden wurden, um den besonderen Belangen
behinderter Menschen gerecht zu werden,
• Lehr- und Lernformen, die die besonderen Belange behinderter Menschen berücksichtigen, entwickelt und
eingesetzt werden, sowie
• am Lernort Berufsschule im Sinne einer erfolgreichen Lernortkooperation ein inklusiver Unterricht stattfindet.


Der Hermann-Schmidt-Preis 2014 wird durch eine unabhängige Fachjury vergeben und ist mit einem Geldpreis in
Höhe von 3.000 Euro dotiert. Darüber hinaus kann die Jury bis zu drei weitere Wettbewerbsbeiträge mit einem
Sonderpreis auszeichnen, der jeweils mit 1.000 Euro dotiert ist.
Die Preisverleihung findet anlässlich der 10. Fachtagung des W. Bertelsmann Verlages (wbv) am
29. Oktober 2014 in Bielefeld statt.
Die Bewerbungsfrist endet am 27. Juni 2014.
Der Verein „Innovative Berufsbildung“ lädt hiermit zur Teilnahme am Wettbewerb ein.


Die Bewerbungsunterlagen können angefordert werden bei:
Geschäftsstelle „Innovative Berufsbildung e. V.“
c/o Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Leitungsbüro
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Telefon: 0228 / 107-2833
Fax: 0228 / 107-2981
E-Mail: leitungsbuero@bibb.de
Internet: www.bibb.de/hermannschmidtpreis


Ziel des 1996 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn, und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv), Bielefeld,
gegründeten gemeinnützigen Vereins „Innovative Berufsbildung e. V.“ ist es, innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis
zu initiieren, zu fördern und öffentlich bekannt zu machen. Mit dem jährlich vom Verein verliehenen
Hermann-Schmidt-Preis werden besondere Leistungen in ausgewählten Bereichen der beruflichen Bildung ausgezeichnet.
Namensgeber des Wettbewerbs ist Prof. Dr. Hermann Schmidt, der von 1977 bis 1997 Präsident des BIBB war.

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