Herr Noack ist der richtige Mann für das Sanitätshaus Marx/Rieger!

Wenn man Peter Noack bei der Arbeit beobachtet, merkt man: Dieser Mann ist mit Leib und Seele orthopädischer Schuhmachermeister. Peter Noack ist 60 Jahre alt. Seit einem Motorradunfall vor vielen Jahren ist er gehbehindert. Wenn er also seine Kunden berät und ihnen Schuhe anpasst, dann weiß er, welche Probleme und auch welche Schmerzen sie manchmal haben. Jetzt arbeitet Peter Noack bei der Firma Marx/Rieger Sanitätshaus in Neutraubling.

Reinhard Rieger, sein Chef, freut sich sehr über den neuen Mitarbeiter. „Ich habe bundesweit nach einem Schuhmachermeister für meine Filiale gesucht.“, erzählt er. „Dass ich dann Herrn Noack kennengelernt habe, war für uns beide ein Glücksfall.“ Noack, der ursprünglich aus Hemer in Nordrhein-Westfalen kommt, suchte ebenfalls bundesweit, nachdem er seine jahrelange Selbständigkeit aufgegeben hat. Beide trafen sich zunächst auf halber Strecke in Frankfurt, dann wurde eine Probearbeit von vier Tagen vereinbart und sehr schnell war klar, Peter Noack ist der richtige Mann.

Da traf es sich gut, dass Reinhard Rieger noch vor der Unterzeichnung des Arbeitsvertrages Unterstützung von einer Beraterin von Wirtschaft inklusiv erhielt. Diese konnte ihm nicht nur wichtige Informationen für die Verhandlungen mit der Agentur für Arbeit in Hemer geben, sondern informierte den Unternehmer auch über Fördermöglichkeiten bei der Neuschaffung eines Arbeitsplatzes für einen Menschen mit Schwerbehinderung. Rieger beantragte daraufhin eine Prämie aus der Initiative Inklusion sowie einen Zuschuss für den neu anzuschaffenden Dienstwagen des Schuhmachermeisters beim Integrationsamt in Regensburg. Diese finanzielle Unterstützung erleichterte dem Chef von 32 Mitarbeitern die Entscheidung für den neuen Angestellten deutlich, denn als kleiner Betrieb hätte er die zusätzlichen Belastungen kaum tragen können.

Rieger hat während seiner Zeit als Unternehmer schon vielen Menschen mit Behinderung eine berufliche Perspektive gegeben, sei es eine körperlich stark eingeschränkte Mitarbeiterin im Büro, oder zwei Rehabilitanden, die bei ihm in der Werkstatt eine neue berufliche Herausforderung fanden. Großen Wert legt er dabei als Chef auf Kontinuität – ein Mitarbeiter mit einem Grad der Behinderung von 50 feierte gerade sein 40-jähriges Dienstjubiläum – und auf die gute Zusammenarbeit im Team. Auch sein neuer Mitarbeiter weiß dies zu schätzen.

Kontakt:
Daniela Zeiler
bayern@wirtschaft-inkusiv.de
www.wirtschaft-inklusiv.de

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