WIRTSCHAFTSWOCHE (03/2020) berichtet über „Umparken im Kopf“ – und das Unternehmens-Netzwerk INKLUSION

Unter dem Titel „Umparken im Kopf“ widmet sich die WIRTSCHAFTSWOCHE Nr. 3/2020 dem Thema Inklusion: Angesichts des Fachkräftemangels erkennen immer mehr Betriebe, dass Inklusion selbst in vermeintlich ungeeigneten Jobs gelingen kann – und sich wirtschaftlich lohnt. In diesem Zusammenhang wird Manfred Otto-Albrecht, Projektleiter des Unternehmens-Netzwerks INKLUSION zitiert, der einen zusätzlichen, wichtigen Aspekt betrieblicher Inklusion betont: „Firmen, in denen Angestellte mit Behinderung gleiche Chancen haben, stehen für einen menschlichen, wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander“, so der Experte. Mehr noch: „Das lohnt sich nicht nur für das Betriebsklima, sondern zahlt sich oft auch wirtschaftlich aus.“

Darüber hinaus, so Otto-Albrecht, könnten Mitarbeiter mit Behinderung „mit ihrer Sicht auf die Dinge zur Vielfalt im Team beitragen und damit das Unternehmen als Ganzes voranbringen“. Dass „Unternehmen mit diversen Teams produktiver sein können als solche mit einer sehr homogenen Belegschaft“, sei inzwischen auch durch zahlreiche Studien belegt.

Was Unternehmerin Michaela Dettmann in dem Bericht bestätigt. Sie ist Inhaberin und Geschäftsführerin des Bauunternehmens Anton Steininger aus der Oberpfalz – auch ein Unternehmen, das vom Unternehmens-Netzwerk Inklusion beraten wird. Dettmann ist davon überzeugt, dass die Einstellung behinderter Menschen sich auch jenseits ihrer unmittelbaren Arbeitsleistung lohnt. Der Krankenstand, betont Dettmann, liege unter dem Schnitt: „Trotz hoher Behindertenquote.“ Für sie ein Beleg dafür, „dass sich die gelebte Vielfalt, die Teil unserer Unternehmenskultur ist, positiv auf das Miteinander auswirkt.“ Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung, so die Unternehmerin, führe „zu einem spürbar besseren Arbeitsklima.“

 

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