„Psychohygiene und Burnout-Prävention“: Unternehmensnetzwerk INKLUSION lud zum Runden Tisch ein

Bildnachweis: Ingo Göllner/bfz

„Wer ausbrennt, muss einmal gebrannt haben“: Mit diesen Worten führte die Personalleiterin Sibylle Hahner in das Betriebliche Gesundheitsmanagement der Klinik am Steigerwald in Gerolzhofen ein. Engagierte Mitarbeiter*innen, die auch in ihrer Freizeit nicht abschalten können, gelten als besonders gefährdet. Die typischen Frühwarnzeichen: plötzlicher Leistungsabfall, erhöhte Fehlerquoten und Zynismus gegenüber Kunden oder Kollegen.

Einer von verschiedenen Beiträgen beim Runden Tisch zum Thema „Psychohygiene und Burnout-Prävention“, zu dem das Unternehmensnetzwerk INKLUSION am 9. Oktober 2019 knapp 40 Personalverantwortliche aus ganz Unterfranken in die Klinik am Steigerwald in Gerolzhofen (Unterfranken) eingeladen hatte.

Oberarzt Dr. Paul Schmincke betonte in seinem Vortrag, dass es für Burnout keine einheitliche Definition gibt. Es handele sich vielmehr um „die Verstrickung eines ursprünglich motivierten Menschen beim Versuch, eigene Ansprüche an eine für ihn sinnstiftende Arbeit mit äußeren Anforderungen in Einklang zu bringen.“

Die Arbeitgeber selbst könnten bei der Prävention bzw. dem Entgegenwirken von Burnout-Prozessen vor allem bei den äußeren Gegebenheiten ansetzen: Kontrolle der Aufgaben, Arbeitsbelastung, Führung, eine angepasste Gestaltung der Tätigkeits- und Aufgabenbereiche sowie Anerkennung seien dabei wichtige Punkte – und Maßnahmen, die durch das individuelle Eingehen auf die Mitarbeiter in der Klinik am Steigerwald zu sichtbaren Erfolgen geführt haben: Die Leitung der Klinik ist stolz auf ihre zahlreichen langjährigen Mitarbeiter und den geringen Personalwechsel.

In der anschließenden Diskussion, die von den Inklusionsberatern Marlene Rost und Diyap Yesil vom bfz (Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft gGmbH) moderiert wurde, tauschten sich Personalverantwortliche unterschiedlich großer Unternehmen über ihre Alltagserfahrungen aus: „Festgelegte Arbeitsabläufe und äußere Sachzwänge machen es nicht immer einfach, auf die Wünsche der Mitarbeiter*innen einzugehen.“

Wie man „in Bewegung zur Ruhe kommen kann“ demonstrierte Körpertherapeut Thomas Hansen anschließend mit einer praktischen Übung aus der Qi-Gong-Therapie. Eine Führung durch die Räumlichkeiten der Klinik und ein vegetarisches Mittagessen rundeten die Veranstaltung ab.

 

 

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